Back in Germany!

3. April 2006

Gestern Abend noch bei 30 Grad mit dem Taxi zum Flughafen in Hanoi gedümpelt und jetzt schon wieder im kühlen Bonn – jaja, wenn der Urlaub und das Reisen einmal begonnen haben, sind sie meist auch schnell wieder vorbei.
Mit anderthalb Stunden sind wir heute morgen kurz nach 0730 in Frankfurt gelandet. In Bangkok hatten wir noch einmal die Maschinen gewechelst und dann gings direkt durch. Als sich in Bangkok die Verspätung ankündigte, dachte ich schon bei mir: ‚Das kennst Du doch schon!‘ – Zum Glück wiederholte isch aber doch nicht alles und wir mußten keine zusätzliche Nacht unfreiwillig in Bangkok verbringen, wie auf dem ersten Teil der großen „Von New York nach Hanoi“-Reise.
Okay, heute steht zum Glück noch keine Vorlesung an, aber ab morgen hat mich das Sommersemester in Bonn wieder…. leider hab ich bisher noch keine Aussichten auf eine neue große Reise – aber es ergibt sich sicherlich und hoffentlich bald wieder was…..
In diesem Sinne, ciao aus Bonn!

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Goodbye Hanoi

2. April 2006

In einer halben Stunde ist unser Hanoi-Aufenthalt un auch schon fast vorrueber, und in 3 Stunden werden wir wieder abheben und in Richtung Bangkok schweben. Gestern Abend haben wir uns noch ueber einen sehr schoenen und bunten Nachtmarkt geschoben und haben gelernt: Das Goethe-Institut Hanoi hat den Doener endgueltig zum deutschen Kulturgut erhoben.Zwei Doenerstaende mit der Aufschrift Goethe-Cafe fanden wir auf dem gechaeftigen Strassenmarkt und die Jungs, die den Doener zubereiteten hatten Shirts an mit der Aufschrift: Deutsch entdecken! Okay, genauso geschmeckt hat der Doener nicht, wie zu Hause, aber er ging doch als ganz leckere Doener-Sandwich durch.
Heute haben wir den letzten Tag mit einem letzten ausgedehnten Bummel begangen, hier und da noch ein paar Souvenirs geshoppt und: Ich habe den isher weltweit besten Friseur-Salon gekuert. Ganz in der Naehe der Kathedrale hier in Hanoi weckte einer der Hairstyling-Schuppen dann doch mein Begehren, ihn naeher zu begutachten.Kaum eingetreten, scharten sich fuenf Leute um uns und ich bestellte einen Haarchnitt samt Haarwaesche. Was ich bekam, war die bisher beste riseur-Leistung fuer weniges Geld, die ich bisher bekommen habe. Eine dreiviertel Stunde massierte mir eine junge Frau den Kopf, rieb ihn mit verschiedenen duftenden Shampoos ein, massierte die Kopfhaut, massierte das Gesicht, ein Gesichtspeeling war ebenso inklusive, bevor ein schwul wirkender Friseur zur Schere griff und mit geschickten Schnitten mein Haar stutzte. Nach seinemEinsatz kam wieder die Junge Frau zum Zug und wusch mir erneut den Kopf – eine kurze Massage noch einmal inklusive. Dann durfte der Friseur nocheinmal ran. Er sorgte fuer das entspreechende Styling, waehrend mir die junge Dame den Kopf foehnte – wunderbar. Also, Freunde,wer sich beim Friseur mal so richtig verwoehnen lassen will, der sollte weder Kosten noch Muehen scheuen, einen Flug nach Hanoi buchen, ein Visum besorgen und eben jenen Friseur an der Kathedrale aufsuchen 😉
Soweit hoffe ich, ihr habt Spass gehabt am Weblog und am Mitlesen – bis gleich in Deutschland, ciao aus Vietnam – der Reisejakob!

@Maike: Tuerkis ist hoffentlich okay.

@fmeyer: Hab ne Tauch-CD fuer Dich im Gepaeck, wurde mir extra gebrannt!

Zwischen einsamen Inseln

31. März 2006

Auf Grund grosser Probleme, in den Internetcafes einen positiven LogIn in mein Weblog machen zu koennen, kommen die Berichte in den letzten Tagen mit schleppender Regelmaessigkeit – tut mir leid, aber ich kann da nix aendern.

Also gut, wir sind nach der trockenen Halongbucht am Montag mit dem Bus aus Nim Binh raus und in das 3 Stunden weiter noerdlich gelegene Hai Phong gefahren. Von dort aus starten die Faehren nach Cat Ba, einer kleinen Insel, die zusammen mit hundert anderen Inseln in der Halongbucht Vietna, vorgelagert ist. Am Mittag hatten wir auch eine Faehre bekommen und sind dann nach 2 Stunden auch in Cat Ba gelandet. Cat Ba Stadt hat 5.000 Einwohner, einen kleinen HAfen in dem ein kleines floating village vor sich hintreibt (weiss nicht, ob die Einwohner dort mit zu Cat Ba gezaehlt werden), eine viel zu breite Uferstrasse, die mit 4 Spuren eindeutig fuer mehr Motos und Autos geplant wurde, als es auf der ganzen Insel gibt und ein paar Dutzend Hotels. Die Hoteljungs versuchen uns natuerlich schon direkt von der Faehre abzufangen und zu ueberzeugen, dass ihr Hotel (very cheap and good for you) das beste sei. Einer der Jungs kommt auch direkt von dem Hotel, dass wir uns aus unserem Angebot in den Reisefuehrern rausgesucht hatten. Das Hotel liegt diekt am Hafen, ist nicht sonderlich breit, dafuer aber 6 Stockwerke hoch und wir bekommen zwei Zimmer mit Hafen- bzw. Meerblick fuer zarte 5 Dollar zu pro Raum. Klasse. Die Zimmer waren so gut eingerichtet, dass wir schon fast geneigt waren, merh zahlen zu wollen, aber was will man machen, als sich einfach darueber freuen. Am Montag Nachmittag selbst war dann nicht mehr viel mit uns los. Die drei Strassen der Stadt hat man schnell erlaufen und die Statue Ho Chi Minhs auf dem Hausberg der Stadt wollten wir uns nicht unbedingt anschauen. Also nutzten wir die Zeit noch, eine Kajak- und Bootstour fuer 2 Tage ab Dienstag zu organisieren.

Ich galub, ich hatte es noch nicht erwaehnt, aber Hauke und Tinka leisteten (und leisten) uns auch weiterhin Gesellschaft. Fuer Dienstag hatten wir dann ein Boot klargemacht, dass nur fuer uns durch die Bucht und um die bizarren Felsen schippern sollte.

Unser privater Kahn... für einen Trip durch die Bucht

Unser privater Kahn... für einen Trip durch die Bucht

Dienstag Morgen wurden wir um 8 Uhr bereits von unserem Kaept’n und seinem 1. Matrosen erwartet. Kaum waren wir an Bord geklettert, startet er die Maschine und wir tuckerten in Richtung Hafenausgang. Kurz noch ein Stopp im floating village an der Wasser-Tanke, damit der Diesel auch fuer unsere 2-Tages-Tour reicht, und dann gings raus aus dem Hafen.

Bootstankstelle im Hafen

Bootstankstelle im Hafen

Wir passierten unzaehlige Mini-Fels-Inseln, die von der Flaeche her Mini, von der Hoehe aber meist bis zu 100 METERN gen Himmel ragten. Leider war das Wetter am Morgen eher dunstig und grau, was sich fuer Fotos nicht so gut machte, aber die Landschaft mit ihren bizarren Formen liess sich trotzdem gut geniessen. Besonders genial fanden wir 4, dass wir die Dschunke fuer uns 4 komplett allein hatten und im Prinzip ueberall rumturnen konnten, wo wir wollten. Die meiste Zeit verbrachten wir aber meist liegend ganz vorn und liessen so die Landschaft an uns vorbeiziehen. Gen Mittag machten wir halt bei einem schwimmenden Haus und nahmen dort 2 2er-Kajaks mit, mit den wir dann am Nachmittag allein durch die Inselwelt paddeln wollten. Vorher kochte uns der 1. Matrose noch eine leckere Seafood-Mahlzeit und gestaerkt kletterten wir dann in die Kajaks.

Essen auf Deck

Essen auf Deck

Direkt in der Naehe von floating houses zu paddeln ist dabei nicht so die Genuss-Wonne gewesen, weil dort eben auch das Meer als Toilette missbraucht wird und einem nicht selten unangenehme Faekal-Formationen im Wasser begegnen. Aber ein wenig weiter weg machte es dann auch richtig Spass, an den Inseln entlang zu paddeln und in die ein oder andere Hoehle reinzuschippern, die sich in den Felsen auftaten. Manchmal waren es einfache Hoehlen, manchmal aber auch auch Durchfahrten, die nur bei Ebbe passierbar waren und hinter denen sich dann eine voellig neue Bucht oder eingeschlossene Seen verbargen. Sehr geil, sag ich nur! Nachdem wir vom kajaken genug hatten, kletterten wir wieder an Bord unserer Dschunke, liessen den Kaept’n eine ruhigere Bucht ansteuern und weil dei Sonne sich nun endlich durchgerungen hatte, uns Gesellschaft zu leisten, plantschten wir ein wenig im Meer. Das Wasser war allerdings merklich kaelter, als im Sueden Vietnams, weshalb wir unser Badevergnuegen auch nicht unnoetig lang ausdehnten. Am spaeten Nachmittag tuckerten wir dann weiter durch die Inseln und an floating Houses vorbei. Am Abend navigierten wir in eine ruhige Bucht hinein, vorbei an einer besonders bizarren Felsinsel. Ein geschaetzte 70 Meter in die Hoehe ragender Fels, der einen Durchmesser von vielleicht 5 Metern aufwies und auf einem Sockel stand, der maximal 1,5 Meter Durchmesser besass – sowas sieht man wohl nur hier.

Unglaubliche Felsformationen

Unglaubliche Felsformationen

Als sich die Sonne dann langsam neigte, warf unser Kaeptn den Anker und unser 1. (und einziger) machte sich daran, das Abendessen zu bereiten. Mit dem letzten Tageslicht verspeisten wir Reis, Fisch und Clamarie in knoblauch auf Deck.

Die Sonne verabschiedet sich

Die Sonne verabschiedet sich

Als es dann dunkel wurde, eroeffneten wir unsere inzwischen typische abendliche Doppelkopfrunde im Taschenlampenschein und spielten, bis in der Kuehltruhe an Bord kein Bier mehr zu finden war.Das war allerdings dennoch nicht lang, weil die Jungs nur ein gutes Dutzend kleine Bierdosen mit auf die Reise genommen hatten. In der Nacht machten wir noch die tolle Entdeckung, das das Wasser leuchtet wie ein Sternenregen, wenn man e mit Wasser bespritzte. Was genau das war, darauf konnten wir vier uns nicht einigen. Leuchtfische jedenfalls konnten wir nach einer Wasserprobe in unserem Spueleimer der Bordtoilette ausschliessen. Die gleiche Probe stuetze wohl eher Tinkas These, dass es sich bei den leuchtetenden Partikeln um eine Art Luchtplankton handeln muss. Aber wie gesagt, keiner von uns ist Meeresbiologe – deshalb freuten wir uns einfach nur am glitzernden Wasser und dem Sternenhimmel ueber uns. Die Nacht verbrachten wir in unserer Kajuete, aus Angst davor, dass es draussen doch zu feucht werden koennte. Kaeptn und sein Kollege schliefen auch mit in der gleichen Kajuete, wobei ihr Bereich durch ein Tuch abgetrennt war. Am naechsten Morgen gings dann auch mit dem Sonnenaufgang in den Tag. Nach dem Fruehstueck stiegen wir wieder in die Kajaks und paddelten durch die Bucht, erkundeten wieder neue Seen, die durch die Ebbe wieder zugaenglich waren. Spaeter tuckerten wir dann mit unserer Motordschunke weiter. Auf dem Weg machten wir an einer richtig grossen Grotte halt, die wir uns dann zusammen mit unserem Matrosen anschauten.
Gegen Mittag steuerten wir dann langsam wieder in Richtung Cat Ba, machten unterwegs aber nochmal eine mehrstuendige Kajak- und Schwimmpause und tuckerten am Nachmittag wieder zurueck nach Cat Ba.

Silhouettenspiele am Abend

Silhouettenspiele am Abend

Dort organisierte sich Tinka dann ein Ticket nach Hanoi, weil sie uns drei Jungs bereits einen Tag frueher verlassen wollte – Shopping in Hanoi fand sie verlockender, als noch einen Tag mit uns durch den Nationalpark zu wandern. Normi, Haule und ich versuchten herauszubekommen, ob der Nationalpark nun wirklich so schwierig zu erwandern ist, wie uns unser Hotel-Tour-Verkaeufer, die Reisefuehrer und auch sonst jeder glaubhaft machen wollten. Eine sichere Erkenntnis bekamen wir an diesem Abend nicht mehr. Dennoch entschieden wir uns, den Park ohne gebuchte Tour und ohne Guide in Angriff zu nehmen. Gestern Morgen dann charterten wir mal wieder zwei Hondas und knatterten in Richtung Nationalpark. Dort angekommen, liessen wir die Hondas am Wanderwegstart stehen, in der Hoffnung sie am Nachmittag dort immernoch zu finden.

Norman und Hauke wandern im Nationalpark

Norman und Hauke wandern im Nationalpark

Der Weg erwies sich als sehr leicht auffindbar und strafte alle unsere Reisefuehrer (Reise KnowHow, Lonely Planet und Stefan Loose) sowie unseren HotelTourVerkaeufer Luegen. Wir mussten schlicht und ergreifend feststellen, dass ein Guide fuerd diesen Weg mit seiner relativ klaren Ausschilderung OHNE WEITERES ohne Guide zu gehen war. Die angebotenen Touren von Cat Ba dienten also vor allem der Geldbeutel der Agenturbesitzer. Zum Mittag errreichten wir nah 3 Stunden leichter Kletterei und viel hoch und runter wandern Viet Hai, einen kleinen Ort, in dem wir uns dann auch eine Nudelsuppe koecheln liessen. Auch der  Rueckweg gestaltete sich einfach und besonders schoen war, dass wir die offenbar einzigen waren, die an jenem Tag den Weg gingen – keine Menschenseele, bis auf einen Ranger und seine zwei Grossmaeuligen Hunde mitten im Wald, die sich uns in den Weg stellten, aber dann doch nicht den Mumm hatten, die Stellung zu halten und sich lieber bellend ins Seitengestruepp zurueckzogen (Also die Hunde, nicht der Ranger).

Am Abend kamen wir dann wieder am Hotel an, und auf die Frage unseres HotelTourVerkaeufer&Maerchenonkel, ob wir es bis in Dorf (Viet Hai) gefunden haetten, gaben wir zurueck, dass dies kein Problem gewesen sei. Ein kurzes Staunen leuchtete in seinen Augen auf und wir sind uns nun nicht ganz sicher, ob er selbst entweder noch nie im Nationalpark gewesen ist, oder ob er einfahc nur mit uns Geld verdienen wollte. Auf jeden Fall ersparte er sich jede weitere Nachfrage. Am selben Abend buchten wir uebrigen Drei, als Hauke, Normi und ich unser Ticket nach Hanoi und heute morgen gings dann mit dem Bus in Richtung letztes Etappenziel. Um 9 wurden wir von einem Bus im Hotel eingesammelt, der bracxhte uns zum Tragflaechenboot, das brachte uns aufs Festland, dort stand wiederrum ein Bus, der uns nach Hai Phong brachte und dort wartete dann der finale Bus, der uns nach Hanoi brachte. Beste Organisation fuer hiesige Verhaeltnisse – so toll und gut, dass man das hier auch einfach mal positiv erwaehnen muss. Der Transfer nach Hanoi war wirklich beeindruckend gut organisiert. Am Mittag haben wir dann in Hanois Altstadt im Hotel eingecheckt, in dem bereits Tinka die letzte Nacht verbracht hat. Den Nachmittag haben wir heute hauptsaechlich mit Windowshopping und reellem Shopping verbracht. Hanoi ist wirklich schoen und hat sehr alte koloniale Haeuser. Die Viertel haben immer  ganz bestimmte Geschaefte – so gibt es in einem Teil ein Schuhgeschaeft am Anderen, im naechsten Viertel werden sakrale Sachen, wie der Altar fuers Wohnzimmer oder Raeucherstaebchen verkauft, und wieder anderswo werden frisches Gemuese und frisches Fleisch vom Haehnchen, Schwein oder Rind feil geboten. Morgen schauen wir uns dann Onkel Hos Leiche im hiesigen Mausoleum an und damit neigt sich dann „Von New York nach Hanoi“ auch dem Ende zu. Aber bis dahin ist auch noch ein bissl Zeit. Insofern werd ich jetzt meine Zeit nicht laenger im Internet vergeuden, sondern weiter Hanoi am Abend erkunden. Gruesse nach Deutschland,

Jakob!

Touching Hanoi & vietnamesische Polizeischikane

26. März 2006

Nachdem mir zahlreiche Rechner hier den Dienst bzw. den Zugang zu meinem Weblog versagt haben, hab ich nun endlich wieder Glueck und kann einen Eintrag machen. Das word zwar nicht leicht, weil die Buchstaben auf der Tastatur nicht mehr zu erkennen sind, aber gluecklicherweise kennt meine Hand inzwischen die Positionen ganz gut.

Aaaalso: Nach Hoi An bin ich mit Normi in den Bus gestiegen und wir sind weiter noerdlich in Hue wieder ausgespuckt worden. Weltkulturerbe, alte Kaiserstadt, verbotene Stadt, aehnlich wie in Peking und beeindruckende Sehenswuerdigkeiten ueberaupt – so warb der Stefan Loose Reisefuehrer und lenkte auch unsere Schritte in diese Stadt. Aber: Ich bin der Meinung: voellig ueberbewertet. Klar, es gibt ein paar alte Sachen zu sehen, von der verbotenen Stadt allerdings ist kaum was uebrig und innerhalb der Mauern sind fast nur Wiesen und Ansaetze von Treppen zu sehen – alles in allem eher unspektakulaerm wobau noch dazu kommt, dass die Stadt kein wirkliches Stadtbild hat. Ich fands denn auch gar nicht so wild, dass wir nur zwei halbe Tage fuer Hue einheplant hatten. Am Donnerstag hatten wir uns mit einem Spaziergang die verbotene Stadt erlaufen, die, wie gesagt wenig erhalten, innerhalb der Zitadelle lag. Normi als Archaeologe fand die alten Grundmauern denn auch wesentlich spannender als ich – aber sonst findet er in Rumaenien ja auch nur noch Grundrisse in Lehmboeden, da sind ein paar Mauern schon ne ganze Menge.

Ein Tor in der verbotenen Stadt in Hue

Ein Tor in der verbotenen Stadt in Hue

Am Freitag haben wir uns dann mit einem Ciclo, aehnlich einer Rikscha, durch die Zitadelle radeln lassen und haben noch ein paar ganz interessante, wenn auch nicht spektakulaere Ecken gesehen. Interessant war beispielsweise, dass es teilweise richtig doerflich in den Stadtmauern wirkte, es kleine Seen und Teiche gab, was wir uns so nicht vorgestellt hatten. Am Mittag holten wir dann unsere Backpacks aus dem Hotel und fuhren zum Bahnhof. Dort lieg bereits Tinka ueber den Vorplatz und Hauke wartete im Bahnhof. Unser Zug nach Hanoi sollte eigentlich um 1535 fahren, kam aber etwa eine Stunde spaeter. Beim Reisen verzeiht man so was aber mal. Ausserdem hatten wir 4 ehrlich gesagt auf eine fette Verspaetung gehofft, um den Zug vorher schon zu einer sinnvollen Zeit in Namh Dinh verlassen zu koennen, was wesentlich naeher an unserem ziel (24km) Nimh Binh liegt, als Hanoi. Aber die erhoffte fette Verspaetung trat nicht ein, so dass wir wahrscheinlich gegen 4 Uhr Namh Dinh passierten und wir weiter bis Hanoi fuhren und dort einen Local-Bus nach Nim Binh zu nehmen und die 95 Kilometer in 2 Stunden wieder zurueck zu fahren. Um 9 Uhr rollte der Bus endlich in das haesslich Strassenstaedtchen Nim Binh ein, dass sich links und rechts der stark befahrenen und staubigen Nationalstrasse 1 erstreckt. „Staedteplaner nein Danke“ scheint auch in diesem Ort die Parole bei der Gruendung gewesen zu sein, so dass wir hier dem Reisefuehrer uneingechraenkt recht geben konnten, dass es hier absolut nichts zu sehen gaebe. Aber man steuert Nim Binh auch nicht wegen seiner aushesprochenen Haesslichkeit an, sondern wegen seiner malerischen und beeindruckenden Umgebung – die so genannte trockene Halongbucht. Hier ragen bizarre Keidefelsformationen mal wie Tierkoepfe, mal wie Pfeiler, mal wie Kegel und manchmal auch wie Huetchen aus den flachen Reisfeldern heraus. Aehnliche Felsformationen sollen wohl uns dann auch im Meer in der richtigen Halongbucht erwarten. Gestern morgen liehen wir uns dann wieder zu viert 2 Hondas im Hotel und steuerten nach einem kurzen Abschnitt ueber die N1 so schnell wie moehlich in Richtung kleine Feldwege zwischen den Reisfeldern hindurch. Links und rechts schoben sich die Kreidefelsen immer wieder in den Block, die aussehen, als haette der Teufel von unten Dellen in die Erdoberflaeche gepocht. In den Reisfeldern arbeiteten Frauen und Maenner mit ihren klassischen Dreieckshueten und in den Doerfern, die wir durchquerten, winkten uns begeistert die Kinder zu. Wenn wir mal anhielten, dauerte es auch meist keine 2 Minuten bis sich eine ganze Schar kleiner Vietnamesen um unsere Motobikes versammelt hatten.

Eingang in die verbotene Stadt in Hue in der Abenddämmerung

Eingang in die verbotene Stadt in Hue in der Abenddämmerung

Meistens stehen sie nur rum und glotzen, fragen „What’s your name?“ (wobei das meist auch schon alles ist, was sie auf Englisch koennen) und fangen an sich zu draengeln und Grimassen zu schneiden, sobald man die Digi rausholt. Wenn sie dann noch ihre Grimassen in dem kleinen Bildschirm hinten drauf erkennen  koennen, gibt es, wie man frueher gesagt haette, grosses Hallo. Echt witzig und es macht auch Spass.

Normi und ich auf unserem Gefährt

Normi und ich auf unserem Gefährt

Am Abend hatten wir dann den Rueckweg durch die Reisfelder angetreten und nach dem Abendessen stand dann nur noch eine Partie Doppelkopf auf dem Programm.

Fuer heute hatten wir einen Besuch im Nationalpark Cuc Phoung geplant und wollten in aeltesten Nationalpark Vietnams eigentlich auch ein bisschen wandern gehen, wenn uns mal die Polizei nicht so lang mit sinnloser Schikane aufgehalten haette.

Take a picture!

Take a picture!

Am Morgen hatten wir wieder die zwei Hondas genommen und uns auf den Weg in den rund 50 Kilometer entfernten Park gemacht. Nach einem Abzweig wurden wir dann auf der Landstrasse von einem uniformierten Polizisten zur Seite gewunken. Wir folgten der Anweisung, obgleich uns schon klar war, dass die Polizei hier wohl ganz gern sich saemtliche Verstoesse ausdenkt, um vermeintlich reichen Dollartouristen die Kohle aus der Tasche zu ziehen. Zunaechst wurden wir nach unseren Paessen gefragt, die wir natuerlich nicht dabei hatten, da die vietnamesische Polizei verlangt, dass die Hotels die Paesse waehrend des Aufenthaltes zur Registratur eiziehen. Mit schweren Sprachschwierigkeiten wiederholten wir immer wieder, dass die Paesse im Hotel seien. Als dies offenbar verstanden war, holte der Wachtmeister einen Helm, streifte ihn mir ueber den kopf und versuchte wohl zu sagen, dass wir einen solchen beim motofahren tragen muessten. Hierzu ist zu sagen, dass ein Vietnamese mit Helm auf dem Moto eine auesserst seltene Erscheinung ist und man auch vom Vermieter ausgelacht wird, verlangt man nach einem solchen. Es gibt hier einfach keine Helmpflicht und haeufig noch viel seltener Helme. Aber er schien endlich was gefunden zu haben. Als wir aber unglaeubih mit den Koepfen schuettelten, verlangte er wieder nach unseren Paessen. Uns war zu diesem Zeitpunkt nicht ganz klar, wer jetzt mehr verunsichert ist, er oder wir. Als wir wieder erklaerten, dass die Paesse im Hotel seien, forderte er uns auf, die Motos auf einen Polizeikleintransporter zu schieben, auf dem bereits fuenf weitere Motos parkten. Irgendwie sollten wir sie wohl dort lassen und sie erst gegen Paesse wiedersehen. Soweit wollten wir allerdings nicht gehen und ich war das erste Mal in diesem Urlaub heilfroh, mein Handy dabei zu haben. Wir entschieden uns, im Hotel anzurufen und wollten den Wachtmeister mit unserem Hotel sprechen lassen. Als ich unserem Hotel unsere Scvhwierigkeiten klar gemacht hatte, gab ich an den Wachtmeister weiter, der aber gleich wieder auflegte, da er die Sache so wohl nicht regeln wollte. Der Hotelmann sagte mir nur am Telefon, wir sollten auf keinem Fall die Motos abgeben, einfach wuetend werden und mit der Botschaft drohen. Okay, also wieder den Reisefuehrer rausgeholt und die Nummer der deutschen Botschaft in Hanoi gewaehlt. Dort nahm zwar jemand ab, legte aber gleich wieder auf. Danke Frank-Walter, Deine jungs in Hanoi machen einen guten Job. Also suchten wir erneut nach einer anderen Nummer und wurden dabei die ganze Zeit von Herrm Wachtmeister beobachtet. Als er fragte,was wir taeten, sagten wir, wir riefen die Botschaft jetzt an. We call the german embassy! embassy – you understand?! embassy! Tinka hatten wir inzwischen losgeschickt, unter dem Vorwand auf Toilette zu muessen, das Portmonaie weitesgehend von grossem Geld und Dollar zu befreien, falls es nun doch auf eine Bestechungszahlung hinauslaufen sollte. Eine viertel Stunde war bereits mindestens vergangen, und die Polizei passte peinlich genau darauf auf, dass Einheimische sich nicht uns naeherten und versuchten uns zu helfen. Als ich, den Gedanken im Kopf ‚das sitzen wir jetzt einfach aus und versuchen die Botschaft weiter zu erreichen‘ mir eine Zigarette anzuendete, fragte mich der Wachtmeister nach einem Glimmstengel. Ich bot ihm an, einen zu geben, wenn wir dann weiterfahren duerften, was er aber fuer keine gute Idee hielt und sich lieber weiter aufs Nichtrauchen verlegte. Inzwischen hatte sich eine Polizistin in zivil zu uns gesellt und wollte wissen, wen wir versuchen anzurufen. Sie verstand dann offenbar ‚embassy‘ und sagte irgendwas zu ihrem Kollegen. Der war daraufhin ein wenig wie gewandelt, sagte „Deutschland? You Deutschland?…. Guten Taaag, guten Tag!“. Wir laechelten,sagten brav „ja – deutschland – guten tag“ und er sagte, wir koennten fahren. Zum Anschied gabs noch einen Handschlag, ohne Angabe von Gruenden durften wir also weiterziehen, ohne auch zu erfahren, warum wir angehalten wurden. Dass wir gleich die Botschaft kontaktieren wollten, war den Jungs dann wohl doch zu heikel. Wir machten nicht lang federlesen, aengstlich, sie koennten es sich noch anders ueberlegen, warfen die Hondas an und gaben Gas! Danach brauchten wir erstmal einen Kaffee und unser Plan, am Vormittag noch den Nationalpark zu erreichen war dahin. Gegen Mittag kamen wir am Parkeingang an, fuhren dann noch 20 Kilometer weiter rein und verlegten uns dann auf einen einstuendigen Spaziergang durch den Dschungelartigen Wald. Mehr Zeit waere hier sicher schoen gewesen, aber am Parkeingang wartet noch das Endangered Primate Rescue Center auf uns, ein Zentrum fuer bedrohte Affen.

Tinka und Hauke in der trockenen Halongbucht

Tinka und Hauke in der trockenen Halongbucht

Das wollten wir uns auch nich anschauen, und eben jenes sollte bereits um 4 wieder dicht machen. Wie geplant schafften wir den last entry und schauten uns das Zentrum an, in dem viele verschiedene Affenarten gehalten und geschuetzt werden. Das Zentrum ist ein Projekt der Franfurter Zoologischen Gesellschaft mit zahlreicher Unterstuetzung vor allem deutscher Tiergaerten, darunter natuerlich auch der Leipziger Zoo.

Felsformationen in der Halong-Region

Felsformationen in der Halong-Region

Den Rueckweg schafften wir dann die 70 Kilometer ohne weitere Polizeistopps und kamen noch kurz vor dem ganz-dunkel-werden wieder in Nim Binh an.

Morgen werden wir weiter wieder nach Norden ziehen und uns endlich als letztes Highlight die Halongbucht anschauen. Ausgangspunkt wird Cat Ba sein, eine Insel die 50 Tragflaechenbootminuten vor Hai Phong liegt. Dort wartet dann auch noch ein Nationalpark und vor allem die bizarren Inselformationen auf uns. Moeglicherweise bleiben wir auch weiterhin in Gesellschaft von Tinka und Hauke, aber das wird sich erst nich rausstellen. Soweit so gut, ich hoffe, auf Cat Ba gibts Internet. In diesem Sinne, Gruesse aus Vietnam,

Der Reisejakob!

Gechillt kolonial in Hoi An

22. März 2006

Mit Hauke und Tinka haben wir zusammen Mui Ne verlassen und sind auf einem Bahnhof in der Pampa in den Nachtzug eingestiegen. Der Bahnhof lag ungefaehr 40 Kilometer vor der naechsten groesseren Stadt inmitten von Drachenfruchtplantagen. Ein paar Haeuser hatten sich inzwischen um den Bahnhof gruppiert, aber ueber ein Dorf oder aehnliches zu sprechen waere dann doch zuviel. Die Bahnhofshalle selbst war mit Sitzplaetzen fuer mehrere Dutzend Passagiere ausgestattet und ueber die pastellfarbenen Waende huschten mehrere Leguane und Echsen. Nach einer Stunde Warten wurden wir aus dem Gebaeude zu den Gleisen gelassen undkurz darauf fuhr auch schon der Expresszug in Richtung Hanoi eni. Unser Wagen musste leider ausserhalb des Bahnsteigbereiches halten, so dass wir uns durch den Zug bis zu unserem Schlafwagen durchkaempfen mussten. Gluecklicherweise hatten wir mit Hauke und Tinka ein Vierer-Schlafabteil gebucht, so dass wir mi Abteil voellig fuer uns waren. Norman und ich machten uns auf die Suche nach einem Bierverkaeuferund mussten dafuer den Zug komplett bis zur Zugspitze durchqueren. Die ersten drei Wagen waren Grossraumwagen mit Flachbildschirmen, auf denen nervige vietnam,esische Karaoke-Songs liefen – Glueck gehabt, dass wir doch den Schlafwagen gebucht hatten. Mit ein paar Dosen im Gepaeck kaempftyen wir uns wieder zum Abteil zurueck, vorbei an stillenden Muettern und Kindern, die gerade ihre Notdurft im Gang in einen Eimer verrichteten – Grossraumwagen eben. Mit Hauke und Tinka haben wir dann den Abend lang Doppelkopf (das haben uns die beiden hier beigebracht – wurde auchmal Zeit, dass ich das lerne) gespielt, bis wir alle muede genug waren und in unsere Betten fielen.

Am naechsten Morgen wachte ich um 10 vor 6 auf, weil wir eigentlich um Viertel nach 6 haetten ankommen sollen. Aber wozu sind schon Fahrplaene gut. Um halb 7 klopfte der Nudelsuppenmmann an dei Tuer und servierte Fruehstueck auf vietnamesisch – einen, zu gut deutsch gesprochen, Asia-Nudelsnack, nur das er nicht von Maggi ist, sonst aber haargenau das Gleiche! In Da Nang kamen wir dann um halb 8 an und liessen Hauke und Tinka im Zug zurueck. Wir schnappten uns mit einem Amerikaner und seiner thailaendischen Freundin einen Minibus und fuhren dierkt nach Hoi An zurueck.

Hoi An war frueher einmal einer der wichtigsten See- und Handelshaefen der Cham-Kultur, spaeter machten sich ein Jahrhundert lang die Portugiesen hier breit, japanische und chinesische Geschaeftsleute machten ihre Handelsniederlassungen auf, dann kamen irgendwann die Franzosen und verzogen sich auch wieder nach geraumer Zeit zum Praegen des kolonialen Staedtchens. Nur noch in vietnamesischer Hand fiel irgendwann die Entscheidung, die Nord-Sued-Zugverbindung an Hoi An vorbei zu legen und daraufhin verfiel das Staedtchen wieder in seinen Dornroesschenschlaf.

Koloniale Geschaeftsvilla, die heute eines der besten Restaurants der Stadt beherbergt.

Koloniale Geschaeftsvilla, die heute eines der besten Restaurants der Stadt beherbergt.

Und so ruhig und gechillt praesentiert es sich auch noch heute. Zwar haben inzwischen relativ viele Touristen das Kleinod als Attraktion ohne grossartige Sehenswuerdigkeiten entdeckt, dennoch hat sich das Oertchen und die Leute eine gewisse Liebenswuerdigkeit bewahren koennen. Die Strassen und Gassen sind eng, die kolonialen Bauten nicht hoeher als 2 Stockwerke und haeufig in einem warmen und leicht heruntergekommenen gelblichen Ton gehalten. Von den flachen Daechern haengen nicht selten Blumen herunter und die Geschaefte werden vor allem von ansaessigen Schneidereien dominiert. Sie kopieren, kreieren, locken mit billigen Preisen, bunten Stoffen und chinesischer Seide die Kundschaft an,nicht ohne zu vergessen, den westlichen Touristen darauf aufmerksam zu machen, dass alles very very chep und atuerlich cheaper than at home ist! Eine Schneiderin liess dann solang nicht mehr von uns, bis wir nus dazu bewegen liessen, sich ihr Gescgaeft anzuschauen. Als ich ihr deutlich machte, dass ich gerade keinen Anzug kaufen moechte, unter anderem, weil er ein transportproblem darstellen koennte, holte sie einen Katalog heraus mit Klamotten fuer jegliche Anlaesse. Da ich nur ioene kurze Hose dabei hatte, liess ich mich breitschlagen, mir eine Shorts Massschneidern zu lassen – fuer 9 Dollar – okay. Normi schloss sich meiner Entscheidung an und gab ebenfalls eine Shorts in Auftrag, die allerdings vorhin noch nicht fertig war.

Am Ufer legen heute nur noch Ruderboote und Taxi-Kaehne an.

Am Ufer legen heute nur noch Ruderboote und Taxi-Kaehne an.

Nachdem wir gestern viel durch die entspannten und ruhigen Gassen Hio Ans geschlendert und frueh ins Bett gefallen waren, standen wir heut morgen recht zeitig wieder auf der Matte. Nach Fruehstueck und Weiterfahrt organisieren leihten wir uns zwei furchtbare Fahrraeder (einziger Vorteil: 10.000 Dong am Tag, also ca. 50 Euro-Cent) und machten uns auf den Weg zum Strand.

Dort mussten wir binnen einer halben Stunde 5 Mal die gleiche Verkaeuferin abwimmeln, die ein maybe later immer als „ich komm dann in 2 minuten wieder“ missverstand. Also schwangen wir uns wieder auf unsere Drahtesel und suchten uns einen wesentlich ruhigeren Strandabschnitt, an dem lediglich ein paar Fischerboote lagen und weit und breit keine Menschenseele in Sicht war.

Chillen und Braeunen in der Sonne Vietnams - frueher tummelten sich hier vorrangig amerikansche GIs auf Fronturlaub.

Chillen und Braeunen in der Sonne Vietnams - frueher tummelten sich hier vorrangig amerikansche GIs auf Fronturlaub.

Spaeter radelten wir ueber eine abgelegene Strasse und bogen irgendwann in einen kleinen Weg ein, der uns dann direkt durch saftig gruene Reisfelder fuehrte.

Reisfelder in der Umgebung Hoi Ans.

Reisfelder in der Umgebung Hoi Ans.

In den kleinen Doerfern winkten uns immer wieder kleine wie auch grosse Kinder zu und probierten ihre paar Brocken Englisch an uns aus.

Diese Kinder fanden die beiden Touristen mitt ihren klapprigen Raedern toootal spannend.

Diese Kinder fanden die beiden Touristen mitt ihren klapprigen Raedern toootal spannend.

Manche Kinder finden es auch total spannend, weisse Haut zu beruehren und so kommt es hier im Allgemeinen nicht selten vor, dass sie jedes nackte Stueck HAut betatschen nud befuehlen muessen, um zu sehen, ob sich die Haut der Langnasen nun anders anfuehlt, als ihre eigene. Weiss gilt hier uebrigens als besonders chique  – die Apotheken und Drogerien sind voll mit withening-cremes und Hautblassern, oder wie auch immer man sowas nennen mag. Zur Braeunungscreme oder der Sonnencreme mit unterstuetzenden Braeunungswirkung wuerde hier kein Mensch greifen – aber man will wohl immer das haben, was man nicht hat….

Tempelanlage am Wegesrand - verziert mit Hakenkreuzen, die hier wohl nach wie vor das Sonnenrad symbolisieren.

Tempelanlage am Wegesrand - verziert mit Hakenkreuzen, die hier wohl nach wie vor das Sonnenrad symbolisieren.

Nach unserem Fahrradausflug konnten wir dann endlich unsere Shorts abholen, wobei Normi gerade darauf hofft, dass seine nach einer weiteren Aenderung noch ins Hotel geliefert wird. Morgen frueh werden wir diese herrlich ruhige Stadt (ich hatte es nahezu als selbstverstaendlich vorausgesetzt – sie ist natuerlich und voellig zu recht Weltkulturerbe) und werden weiter in die alte Kaiserstadt Hue ziehen. Uebermorgen wollen wir dann wieder Tinka und Hauke am Bahnhof treffen, die bereits fuer uns die Tickets fuer die Weiterreise aus hue weg organisiert haben. Mit ihnen geht es dann gemeinsam wieder in Richtung Halong-Bucht. Soweit erstmal, der Rechner hier ist (entschuldigt, aber es ;aesst sich nicht anders sagen) scheisse-langsam und ich habe wohl zu recht die Befuerchtung, dass er mir noch waehrend des Schreibens abstuerzen koennte!

Hoi Ans Gassen bei naechtlicher Beleuchtung.

Hoi Ans Gassen bei naechtlicher Beleuchtung.

Freunde, ich waer Euch total dankbar, wenn mir mal jemand nach dem Spiel Deutschland-USA das Endergebnis auf die Funke jagen wuerde – das kommt naemlich nach unserer Zeit gegen 2 Uhr morgens. Ich danke demjenigen, der mich erhoert, bereits tausendfach im Voraus!

Gruesse aus Zentralvietnam, ciao Jakob!

Leaving Mui Ne-Beach behind us…

20. März 2006

In einer Stunde werden wir in unserem Hostel mit einem alten amerikanischen Militaerjeep abgeholt werden und dann zum 30 Kilometer entfernten Bahnhof gebrahct werden. Von dort aus geht es dann weiter nach Da Nang, unterhalb von Hoi An! Damit verlassen wir unseren Kuestenort, in dem wir ein seeeehr chilliges Wochenende verbracht haben. In Kurzfassung:

Freitag: Ankunft, Strand Strand, Essen, Strand, Essen!

Samstag: Essen, Strand, Strand, Essen, Strand, Strand, Weiterreise organisiert, Strand, Essen, Schlafen!

Sonntag: 5 Uhr aufstehen, auf die gemieteten Roller gesetzt, Rote Sandduenen angeschaut und den Sonnenaufgang genossen, Essen, Weisse Sandduenen genossen, Essen, Strand Strand Strand, Essen, Roller zurueckgegeben.

Heute: 5:30 h aufgestanden (Hauke und ich – Hauke ist der maennliche Part des Berliner Paerchens, mit denen wir grad zusammen unterwegs sind), Sonnenaufgang bei Strandwanderung genossen, im Fluesschen bis zu Wasserfaellen gelaufen, zurueck, Strand, Essen, Strand, Weblog, Strand, Abfahrt zum Bahnhof, Nachtzug nach Da Nang.

Die letzten Tage in Bildern:

(vrnl) Hauke, Tinka, Norman, Ich

(vrnl) Hauke, Tinka, Norman, Ich

Perspektive aus unserem Bungalow.

Perspektive aus unserem Bungalow.

Sonnenaufgang über Muy Ne Beach

Sonnenaufgang über Mui Ne Beach

Sie versuchten uns zu hauf irgendwelche Rutschmatten zu verticken, mit denen wir die Duenen runterrutschen sollten. Sah aber sehr langweilig aus - ergo: nicht gekauft!

Sie versuchten uns zu hauf irgendwelche Rutschmatten zu verticken, mit denen wir die Duenen runterrutschen sollten. Sah aber sehr langweilig aus - ergo: nicht gekauft!

Die Dünen

Die Dünen

Der leckere Redsnapper ist nach unserem Abschiedsessen komplett in meinem Magen gelandet.

Der leckere Redsnapper ist nach unserem Abschiedsessen komplett in meinem Magen gelandet.

Tschoeeee!!!!

Unterwegs im Mekong-Delta

16. März 2006

Nach einem kompletten Tag Saigon hatten wir vom dichten Moped-Verkehr schon fast die Nase voll und haben daraufhin eine 2-taegige Tour ins Mekong-Delta gemacht, von der wir heute Abend zurueckgekommen sind. Vorweg: Vorher haben wir uebrigens doch noch die Spuren des Sozialismus gefunden:

Eingang zum Ernst-Thaelmann-College in Tan Pho Ho Chi Minh (Saigon)

Eingang zum Ernst-Thaelmann-College in Tan Pho Ho Chi Minh (Saigon)

Aber zurueck zur Tour. Am Mittwoch ging es mal wieder frueh raus und zunaechst wurden wir mit einem grossen und gluecklicherweise klimatisirten Bus 4 Stunden nach My Tho an den Mekong gekarrt. Wirklich weit ist  die Strecke nicht, die Strassenverhaeltnisse lassen aber teilweise keine hohen Geschwindigkeiten zu. In My Tho gings dann raus aus dem Bus und wir bestiegen ein Boot.

Blick auf die Uferbebauung in My Tho

Blick auf die Uferbebauung in My Tho

Das wurde dann so richtig Tourimaessig und ich glaube, dass man in 5 Jahren so etwas ueberhaupt nicht mehr per organisierter Tour wagen sollte – dann spaetestens wird es eindeutig zu kommerziell sein. Die Dschunke fuhr uns dann zunaechst in einen Seitenarm des Mekongs und wir besuchten den Gemuese und Fischmarkt von My Tho.

Markttreiben in My Tho.

Markttreiben in My Tho.

Nach unserem kurzen Landausflug schipperten wir weiter quer ueber einen der insgesamt 9 Hauptarme, die das Mekongdelta durchziehen und legten auf einer der kleinen Inseln an, um bereits unser Mittagessen zu bekommen. Unsere Gruppe war relativ bunt gemischt. Insgesamt waren wir vielleicht 25 Leute mit einem relativ hohen Anteil an Deutschen (8). Der Rest setzte sich aus Chinesen, Amerikanern und Englaendern zusammen. Zum Mittag gabs dann die ueblichen fried noodles with pork oder wahlweise mit Tofu und danach sprangen wir in kleinere Boote, um auf mini kleinen Kanaelen weiterzuschippern.

Kanaelchen am Mekong - sie sind die Hauptverkehrswege im Delta.

Kanaelchen am Mekong - sie sind die Hauptverkehrswege im Delta.

Dort gings dann durch lehmiges Wasser und palmengesaeumte Wasserwege zu einer kleinen Kokos-Karamel-Fabrik, wo uns der Guide stolz erzaehlte, wie sie hier die Suessigkeiten herstellen. Den Schoko-Anteil lassen sie allerdings aus Belgien importieren – gute Schokri gibts hier halt nicht.

Spaeter schipperten wir wieder auf den kleinen Booten weiter, wurden an einem relativ touristisch ausgebauten Palmencafe zum Kaffee-Trinken abgesetzt und bekamen dazu einheimische Folklore geboten – interessant, aber nicht wirklich lauschig fuer europaeische Ohren. Am fruehen Abend setzten wir uns dannin My Tho zurueck wieder in den Bus. Naechstes Ziel sollte nach rund weiteren 2 Stunden Fahrt dann Can Tho sein, die groesste und modernste Stadt im Mekongdelta – selbst Pizza Hut hat es bereits bis dorthin geschafft. Um dorthin zu gelangen mussten wir gluecklicherweise nur einmal die Faehre benutzen – angeblich wohl kein Vergleich zu frueheren Zeiten, als es im gesamten Mekong-Delta noch keine einzige Bruecke gab. Das war wohl teils bis zum Ende der 90er so und seit ein paar Jahren laeuft in ganz Vietnam ein Mega-Bruecken-Bau-Programm, dass nach Aussage unseres Fuehers die Leute gaaanz gluecklich macht, dank der tollen und grossartigen Regierung.

Beflaggung der Faehre bei Can Tho.

Beflaggung der Faehre bei Can Tho.

Gut, es macht vor allem den Verkehr im Delta schneller. Am Abend trudelten wir dann in Can Tho ein, bezogen ein schlichtes Hotel und gingen noch mit Hauke und Tinka, zwei Stundenten aus Berlin, vietnamesisch (liegt nahe, oder?) Essen. Zur guten Nacht goennten wir uns noch an der Uferprommenade zwei Bierchen. Die Einheimischen fanden das teils wohl ganz lustig, vier Langnasen teils auf dem Fussboden in ihrem Park hocken und Bier trinken zu sehen…..

Heute gings dann erneut seeeehr frueh raus – schliesslich wollten wir das Treiben der schwimmenden Maerkte auf dem Mekong beobachten. Und dort ist nun mal am meisten zwischen 7 und 8 Uhr los (sag mal wieder einer, Urlaub sei nur ausschlafen). Frueh stiegen wir also wieder etwas ausserhalb von Can Tho in die Boote und schipperten auf den Kanaelen auf und ab, um das Markttreiben anzuschauen.

Schwimmender Markt bei Can Tho.

Schwimmender Markt bei Can Tho.

Schwimmender Gemuesehaendler....

Schwimmender Gemuesehaendler....

Sofort hatten schwimmende Cafes unser Touristenboot entdeckt und sich an uns dran gehangen, um Cola, Kaffee oder Wasser anzubieten – ich glaub, sie waren um die Zeit aber nicht sonderlich erfolgreich. Ein paar Stunden gondelten wir durch das bunte Treiben, bis wir noch an einer Reispapierfabrik halt machten. Das war ganz interessant und das Papier wird dort wohl noch wie eh und je von Hand hergestellt. Zunaechst wir ein dicker Reisbrei gebraut und der wir dann in Eimer geschoepft. Der Eimer haengt wieder neben einem Typen, der an einem Ofen steht, der einem Ofen zum Crepes backen aehnelt. Dort wird die milchig weisse Masse aufgetragen, keine Minute lang unter einem Deckel erhitzt und dann mit einer Bastkeule heruntergenommen. Spaeter wird es auf Schlifmatten zum Trocknen in die Sonne gehangen.

Crepes backen - aehm, Reisbrei zu Papier backen.

Crepes backen - aehm, Reisbrei zu Papier backen.

Der hauchduenne Reifladen wird mit der Bastkeule vom Ofen genommen....

Der hauchduenne Reifladen wird mit der Bastkeule vom Ofen genommen....

.... und zum Trocknen in die Sonne gehangen - fertig!

.... und zum Trocknen in die Sonne gehangen - fertig!

Nach dieser kleinen Lehrreise gings eigentlich auch schon wieder zurueck. Durch die sengende Sonne schipperten wir wieder zum Ausgangsort und von dort gings dann zum Mittag zurueck nach Can Tho. Der Rueckweg nahm dann fast den ganzen Nachmittag in Anspruch und am fruehen Abend sind wir wieder in Saigon eingeritten. Hier haben wir vorhin unsere Bustickets an die Kueste gekauft und der Fuehrer verspricht bisher auch nur Gutes: „Rote Sandsteinfelsen, schneeweisse Straende, tuerkisblaues Wasser und wunderschoene Sandduenen……“ oder so aehnlich heisst es unter dem Ort, den wir uns fuer unseren kleinen Urlaub im Urlaub ausgeguggt haben – Mui Ne. Wenn ihr also in den naechsten Tage nichts hier hoert, braeune ich mir gerade auch noch meinen noch schneeweissen Oberkoerper (Arme, Gesicht und Nacken sind schon unverschaemt braun) und versuche Schweissbnaesse gegen Suedchinesisches Meer einzutauschen – ein guter Tausch, wie ich finde…. Liebe Gruesse aus der Sonne!

PS: Gib mal bitte einer ganz kurz Laut, ob man in good old germany die Bilder im Blog sehen kann – kann auch an der Internetzensur in Vietnam liegen, dass die Seite hier nie vollstaendig angezeigt wird, aber ich seh die Bilder hier naemlich nicht. Danke!

Good morning Vietnam!

13. März 2006

An alle, die mir mit der Ueberschrift moeglicherweise mangelnde Kraetivitaet vorwerfen: Wie haette sie sonst lauten sollen?!

Und nochwas, bevor der Bericht beginnt: Dieser Bericht ist diesmal nicht fuers Weblog entstanden, sondern (die einen nennen es Faulheit, die anderen wuerden von nuetzlichen Abfallprodukten reden, die man Klasse zweitverwerten kann) einfach ein Teil, einer Mail an meine liebe Freundin Katrin – ich wollts eben nicht zweimal schreiben.. 😉

Normi und ich haben heute nachmittag die Grenzen nach Vietnam ueberschritten und Kambodscha hinter uns gelassen – mit sehr guten Eindruecken. Vietnam wirkt bisher allerdings bedeutend aufgeraeumter und sauberer – vielleicht ist dieser Eindruck aber auch auf die Boomtown Sai Gon (oder Ho Chi Minh City, wie es auf Neuvietnamesisch heisst) zugeschnitten und wir werden spaeter noch eines Besseren belehrt werden. Sai Gon wirkt auf jeden Fall nicht wie eine Stadt, die in einem Land liegt, in denen eine der letzten Ein-Parteien-Sozialisten an der Macht sind. Hier scheint der Konsum zu regieren, Sony-Stores, NOKIA und Mercedes-Benz-Filialen machen hier mit bunten Beleuchtungen auf sich aufmerksam und versuchen die finanzstarken Sozialisten-Kapitalisten (Gibts doch gar nicht?! Offenbar aber doch….) zum Kaufen bewegen zu wollen. Die Strassen sind ueberflutet mit Motos. Wenn eine Ampel auf GRUEN schaltet, hat man das Gefuehl, der Massenstart einer Art motorisierten Tour de France wuerde losbrechen – als Fussgaenger sieht man da kaum einen Stich, bei ROT ueber die Ampel zu gehen.

Das Viertel, in dem wir uns jetzt erstmal heimisch gemacht haben, ist relativ voll mit Backpackern und auch voll auf die Beduerfnisse der internationalen Travellerszene eingestellt – auch hier wieder kein Hauch von Sozialismus, wie ich ihn mal kennengelernt hab. Die Tour-Offices sprechen Englisch und teils auch Deutsch, die Speisekarten sind international und die Waehrung amerikanisch – noch spurene wir also wenig von der Sozialistischen Republik Vietnam.

Alles in Allem werden wir uns wohl morgen auf den Sightseeing-Teil konzentrieren und uns auf die Suche kolonial-kolossaler(??) franzoesischer Spuren begeben, um dann moeglicherweise ueber- oder ueberuebermorgen ins Mekong-Delta zu schnuppern. Da freu ich mich auch schon sehr drauf.

Soweit nur kurz der Mailausszug….

Stopover Phnom Penh

12. März 2006

So, heute morgen ging es fuer uns wieder um 0545 raus (sag mal einer, dass hier alles Urlaub sei) und dann nahmen wir den Bus von Siem Reap nach Phnom Penh. Die Verhaeltnisse am Busbahnhof und der Bus an sich liessen mich in den Erinnerungen zwischen Kathmandu/Nepal und Bolivien schwanken – von der Fuelle im Bus und von der Qaulitaet her war es wohl eher Bolivien, wobei jeder einen Sitzplatz hatte, von den Verhaeltnissen am Busbahnhof vor den Toren Siem Reaps fuehlte ich mich dann doch eher an Kathmandu erinnert. Ein wirklicher Busbahnhof war nicht zu erkennen, waeren da nicht so viele Busse gestanden. Aber unser Motofahrer hatte uns sicher (3 Leute auf einem Moped ist hier Untergrenze) zu unserem Bus geschleust. Danach ging es in einem angeblich klimatisiertem Bus 6 Stunden ueber holter-die-polter-Asphalt(Aha – immerhin)-Strassen nach Phnom Penh. Zwei Fressstops waren einkgeplant und beide wurden auch reichlich von Strassenverkaeufern genutzt, frische Ananas, gebratene Fische und uns unbekannte Fruechte feil zu bieten. Gegen vier checkten wir dann wieder in unserem vorherigen Hotel in Phnom Penh ein, wo auch nch unser restliches Reisege[paeck unversehrt wartete. Heute Nacmittag hab ich dann zwei dutzend Karten geschrieben und ein leckeres Angkor genossen. In dieser Bar ist das Internet mal wieder inlkusive, weshalb ich auich jetzt schon meinen kurzen Eintrag mache. Morgen frueh gehts um 6 Uhr weiter durch die Hitze nach Vietnam und, wenn alles glatt laeuft, sind wir am spaeten Nachmittag in Saigon. Bis dahin…

Kleine Verkaeufer

10. März 2006

Heute sind wir wieder durch wieder neue Tempelanlagen geklettert und es wird uns nicht langweilig. Auf dem Weg in die Tempelanlagen stellte ich allerdings erstmal auf halber Strecke fest, dass ich mein Eintrittsticket im Hotel liegen lassen hatte. Also machte ich mit Normi einen Treffpunkt aus und radelte zurueck ins Hotel.

Kleines Mädchen in Angkor

Nachdem ich mir mein Ticket geholt hatte, strampelte ich, Lance Armstrong gleich, die Strecke zurueck und ueberholte die halbe kambodschanische Radrenn-Nationalmannschaft, falls es heir so etwas gibt. Dann passierte jedoch, was kommen musste. Ich hatte meinen Abstand auf Normi wahrcheinlich bereits halbiert, da ueberfuhr ich einen bloeden Stein auf der Strasse und es machte ziiisch……! Super, mein Reifen fuhr noch 10 Meter, dann gings auf der Felge weiter. Aber es ging natuerlich nicht weiter!

Lächeln...

Was machen?! Ich fragte ein paar Strassenhaendler, wer mir mit meinem Reifen helfen koennte. Sie verstanden zwar kein Englisch, als ich aber auf meinem Platten zeigte und help meinte, schiene sie durchaus zu verstehen, was ich wollte. Sie schickten mich 70 Meter die Strase runter zu einer kleinen Blechhuette, wo mir ein junger Khmer helfen wollte. Sein Bruder schwang sich aufs Moto  und fuhr einen neuen Schlauch besorgen, er schraubte in der Zeit mein Vorderrad raus. Nach 20 Minuten war der Bruder wieder da und der neue Schlauch bereits eingezogen und ich konnte weiterradeln. 2 Dollar – fuer einen schnellen Boxenstopp schon okay.

Neben der Arbeit auch ein bißchen Spaß

Spaeter traf ich dann Normi vorm Koenigspalast und er hatte auch nicht sehr lang warten muessen, da er viele Photostopps eingelegt hatte.

Schwestern

Den ganzen Tag sind wir dann wieder durch grandiose Tempelanlagen gestapft und haben wieder gestaunt  gestaunt und gestaunt. Der letzte Tempel, den wir uns anschauten, war wieder einer der malerischsten. Hier hatten die Entdecker entschieden, eine Anlage so zu lassen, wie sie sie vorgefunden hatten. Riesige Baeume mit beeindruckend maechtigen Wurzeln hatten sich ueber die Mauern geschlungen und das von Menschen gebaute nach und nach wieder in die Natur zurueckgeholt. Das war so genial urig und unbeschreiblich schoen – genial. Da ich Euch aber nicht mir Tempelruinen weiter auf die Nerven gehen will, hab ich heute eine kleine Auswahl von Kindergesichtern zusammengestellt – gucken und „suuuuuueeesssss“ sagen…. .

Soll ich...?

Die Kinder hier sind echt zum knuddeln, aber auch verdammt arm dran. Kaum sind sie 4 Jahre alt, lernen sie die wichtigsten Saetze auf Englisch (Want a cold drink, sir? Only one dollar!) und muessen dann fuer das Familieneinkommen mitsorgen. Schule oder aehnliches sehen sie nicht – eigentlich traurig und eigentlich moechte man schon aus Mitleid jedem dieser Kinder irgendwas abkaufen – aber so richtig helfen tut man ihnen damit auch nicht, das ist schon ein bissl bedrueckend. Das muss man sich mal vorstellen, all diese kleinen Kids auf den Fotos sind Verkauefer….